Frankfurt. Der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten (JJJ) zeigt sich irritiert über das israelische Einreiseverbot für die Journalistin Serena Bilanceri. Medienberichten zufolge verweigerten ihr die Behörden die Erlaubnis, als ständige Korrespondentin für die taz aus dem Land zu berichten. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, Bilanceri habe sich für Sanktionen gegen Israel ausgesprochen.
„Auch wenn nicht jeder von uns Bilanceris Argumentation folgt, appellieren wir an die israelische Regierung, ihre journalistische Arbeit nicht zu behindern und ihr die Einreise zu ermöglichen“, erklären die Vorsitzenden des JJJ, Lorenz Beckhardt und Susanne Stephan. „Kritischen Journalismus muss Israel aushalten. Eine Demokratie wächst an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit kontroversen Themen.“