Bundesministerin Karin Prien hat die Schirmherrschaft übernommen. Der ehemalige Ministerpräsident von NRW und Vorsitzende des Auswärtigens Ausschusses des Deutschen Bundestages Armin Laschet wird die Laudatio halten.
Die unglaubliche Zahl von 130 Arbeiten, die sich um den Georg Stefan Troller Preis bewerben, wurde binnen dreier Monate erreicht.
Erstmals gibt es im deutschsprachigen Raum einen Journalistenpreis für herausragende Berichterstattung über jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus. Die FAZIT-Stiftung, Mehrheitseignerin der Frankfurter Allgemeine Zeitung, und der Jüdische Journalistenverband verleihen den Preis am 11. Oktober 2026 in Frankfurt am Main. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.
Der Georg Stefan Troller Preis trägt den Namen eines Journalisten, dessen Leben und Werk auf besondere Weise mit den Anliegen dieses Preises verbunden sind. Troller wurde 1921 in Wien geboren und musste als Jude 1938 vor dem Nationalsozialismus fliehen. Die Erfahrung von Ausgrenzung, Verfolgung und Exil prägte seine Biografie ebenso wie seine journalistische Haltung. Nach seiner Emigration in die USA kehrte er als amerikanischer Soldat nach Europa zurück und wurde später in Paris zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Reporter und Dokumentaristen. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Fernsehreporter für das ZDF und den WDR veröffentlichte er auch in führenden deutschsprachigen Printmedien wie der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und Der Spiegel.
Der Preis zeichnet journalistische Arbeiten aus, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischer Lebensrealitäten beitragen, die Antisemitismus sichtbar machen, ihm widersprechen und zu seiner Bekämpfung beitragen.
Näheres unter www.trollerpreis.org
Programm der Preisverleihung
9.30
Uhr Einlass
10.00
Uhr Begrüßung Lorenz Beckhardt, Vorsitzender des JJJ, Dr. Simon Haug, Geschäftsführer der FAZIT-STIFTUNG, und Prof. Dr. Miriam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main
10.30
Uhr Grußwort Prof. Dr. Doron Kiesel, Direktor der Jüdischen Akademie
10.45
Uhr Laudatio Armin Laschet, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag
11.30
Uhr Preisverleihung, Ansprachen der Preisträger, Pressefotos
12.00
Uhr Gespräch mit den Preisträgern und der Jury-Vorsitzenden Gabriela Hermer (JJJ, rbb), Moderation Anina Valle Thiele, JJJ Luxemburg
12.30
Uhr Empfang bei koscherem Buffet
14.00
Uhr Ende
Der erste Georg Stefan Troller Preis wird zu gleichen Teilen verliehen an
Nicholas Potter:
„Die neue autoritäre Linke“ (Deutscher Taschenbuch Verlag)
Thorsten Schmitz:
„Wer ein Warum hat, erträgt jedes Wie“ (Süddeutsche Zeitung)
Mascha Malburg/Joshua Schultheis:
„Worüber Juden reden“ (Hentrich & Hentrich Verlag)
Sharon On/Dirk Laucke:
„Auch wenn es dunkel ist“ (Hörspiel, Rundfunk Berlin-Brandenburg)
Eine Lobende Erwähnung erhält Anetta Kahane für ihre Kolumnen in der Frankfurter Rundschau
Wegen des begrenzten Platzangebots bleibt die Teilnahme an der Verleihung geladenen Gästen und Medienvertretern vorbehalten. Sie sind Journalistin oder Journalist, dann nutzen Sie bitte das Anmeldeformular!