Erstmals gibt es im deutschsprachigen Raum einen Journalistenpreis für herausragende Berichterstattung über jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemtismus. Die FAZIT-Stiftung, Mehrheitseignerin der Frankfurter Allgemeine Zeitung, und der Jüdische Journalistenverband verleihen den Preis am 11. Oktober 2026 in Frankfurt an Mai. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.
Der Georg Stefan Troller Preis trägt den Namen eines Journalisten, dessen Leben und Werk auf besondere Weise mit den Anliegen dieses Preises verbunden sind. Troller wurde 1921 in Wien geboren und musste als Jude 1938 vor dem Nationalsozialismus fliehen. Die Erfahrung von Ausgrenzung, Verfolgung und Exil prägte seine Biografie ebenso wie seine journalistische Haltung. Nach seiner Emigration in die USA kehrte er als amerikanischer Soldat nach Europa zurück und wurde später in Paris zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Reporter und Dokumentaristen. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Fernsehreporter für das ZDF und den WDR veröffentlichte er auch in führenden deutschsprachigen Printmedien wie der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und Der Spiegel.
Der Preis zeichnet journalistische Arbeiten aus, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischer Lebensrealitäten beitragen, die Antisemitismus sichtbar machen, ihm widersprechen und zu seiner Bekämpfung beitragen.
Näheres unter www.trollerpreis.org